Technologie

Für die analytischen Dienstleistungen von ERZLABOR werden Analysegeräte aus der Gruppe der "Automatisierten Mineralogie" genutzt. Dafür werden die Analysesysteme MLA (Mineral Liberation Analyzer) und QEMSCAN (Quantitative Evaluation of Minerals by Scanning Electron Microscopy) des Weltmarktführers FEI (jetzt Teil von Thermo Fisher Scientific Inc.) eingesetzt. Das Funktionsprinzip basiert auf klassischer Rasterelektronenmikroskopie. Dabei erfolgt eine automatisierte Bildaufnahme und -analyse gekoppelt mit der Aufnahme energiedispersiver Röntgenspektren. Die Analysen werden im Hochvakuum durchgeführt und erfordern ausgezeichnet polierte Oberflächen des Probenmaterials. Vor der Analyse sind mehrere Kalibierschritte notwendig.


MLA

Die Bildinformationen des Rückstreuelektronenbildes werden in Partikelinformationen umgewandelt. Dafür wird der Bildhintergrund erkannt und entfernt. Sich berührende Partikel werden separiert und Bildartefakte entfernt. Die nachfolgende Segmentierung unterteilt die verschiedenen Bestandteile der Probe anhand der Grauwerte des Rückstreuelektronenbildes. Von den segmentierten Probenbestandteilen werden dann, je nach gewähltem Messmodus rasterartig oder zentroidbasiert, energiedispersive Röntgenspektren aufgezeichnet. Diese Spektren lassen sich Mineralen oder anderen Phasen, wie z.B. Metallen und Legierungen zuordnen.

QEMSCAN

Bei einer QEMSCAN-Messung wird die Probenoberfläche schrittweise abgerastert. Dabei werden sowohl Rückstreuelektronenbild-Signale als auch Röntgenspektren-Signale von jedem Punkt des Messrasters erfasst. Minerale oder Phasen werden durch Vergleich mit einer Datenbank identifiziert. Der Vergleich basiert auf der der Auswertung des Röntgenspektrums und der Intensität des Grauwertes des Rückstreuelektronenbildes.